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HARMONIUM

Das Harmonium war in der Vergangenheit ein oft wenig geschätztes Instrument, das als Orgel-Ersatzinstrument ein Dasein in dunklen Ecken von Kirchen und Kapellen fristete. Mittlerweile kommt es durch die Initiative einiger Musiker wieder zu neuen Ehren und wird bei diversen Konzerten eingesetzt.


Es gibt zwei Arten von Harmoniums: Das Druckwindharmonium und das Saugwindharmonium. Beim Druckwindharmonium werden durch einen Überdruck im Balg die freischwingenden Zungen zum Klingen gebracht, während beim Saugwindharmonium im Balg ein Unterdruck (Vakuum) erzeugt wird. Hier bringt die von außen einströmende Luft die Zungen zum Klingen.


Druckwindharmoniums wurden nicht in großen Stückzahlen gebaut, folglich sind heute weniger erhalten geblieben. Sie klingen kräftig.


Saugwindharmoniums wurden ab ca. 1880 weltweit in hohen Stückzahlen gebaut. Sie klingen intimer und kamen dem damaligen Musikgeschmack entgegen. Die überwiegende Anzahl der heute erhaltenen Instrumente sind Saugwindharmoniums.


Weitere Informationen finden Sie unter www.harmoniumservice.de sowie www.orgel-und-harmoniumwerkstatt-reilich.de

EXEMPLARISCHE ARBEITEN AN HARMONIUMS

2017/2018

Schiedmayer-Meisterharmonium, Modell „Richard Strauß“ mit Celesta (II. Manual)

Das Instrument stand von 1921 bis 1929 im Aufnahmeraum der VOX Schallplatten- und Sprechmaschinen-Gesellschaft (VOX-Haus am Potsdamer Platz) und wurde für Rundfunk-Übertragungen und Schallplatten-Einspielungen mit Fritz Wenneis (Filmkomponist) genutzt.

Erneuerung aller Rückschlagklappen in den Bälgen, Erneuerung aller mottengeschädigten Filze, Behebung von Wasserschäden, Nachleimen losgeleimter Resonatorkästen der Celesta, Entfernen von Korrosionen, Neugarnieren der Klaviaturen.

2016

privat, Berlin-Tempelhof, Generalüberholung eines Druckwindharmoniums Alexandre/Paris, 2 1/2 Spiele

Ausreinigung, Entfernung aller Korrosionen, Beseitigung aller Trockenschäden, Nachleimen der gerissenen Windlade, erneuern aller mottenzerfressenen Filze.


privat, Berlin-Tegel, technische Überholung eines Druckwindharmoniums Trayser/Ulm, ca. 1870, 2 1/2 Spiele.

Ausreinigung, Beseitigung aller Wasserschäden, Entfernung aller Korrosionen, Neuanfertigung einer Klaviaturverriegelung, Ersetzen aller mottenzerfressenen Filze, Neubezug aller Spielventile, Neubeledern der Schöpfbälge mit Erneuern der innenliegenden Rückschlagklappen, Erneuern der Tretgurte, Nachschwärzen der ausgeblichenen Obertasten, Erneuern fehlender Registerschilder aus Porzellan, Höherstimmen des Instrumentes von 436 Hz auf 441 Hz (in 2017).

2015

Ev. Johanneskirche, Berlin-Frohnau

Generalüberholung des Hörügel-Saugwindharmoniums (Erstausstattung der Gemeinde), Ausreinigung, Entfernung aller Korrosionen, Erneuern aller mottenzerfressenen Filze, Höherstimmung von 436,5 Hz auf 441 Hz.

2011

Konzerthaus Berlin

Generalüberholung des in 2010 angekauften Druckwindharmoniums, Christophe & Etienne, Paris, 1898, Nachleimen der Windlade im Diskantbereich (Wasserschaden), Tieferstimmen von 456 Hz auf 443 Hz.

2008

Berliner Ensemble, Theater am Schiffbauerdamm

Reinigung, Reparatur und Stimmung des Mannborg-Harmoniums.

2005

Reparatur eines Druckwind-Harmoniums von Victor Mustel, Paris, ca. 1880, 2 Manuale, 8 Spiele mit Percussion und Celesta


Im Auftrag der Fa. Kreienbrink, Orgelmanufaktur, Georgsmarienhütte.

2004

Restaurierung, Nachintonation und Stimmung eines englischen Pedalharmoniums von Rushworth & Dreaper, ca.1870, Liverpool, II/P, 8 Spiele in den Manualen und 2 Spiele im Pedal, für Fa. Kreienbrink, Orgelmanufaktur, Georgsmarienhütte.


Restaurierung, Nachintonation und Stimmung eines englischen Pedalharmoniums von John Holt, Birmingham, 1934, 11 Spiele in den Manualen und 2 Spiele im Pedal, für Fa. Kreienbrink, Orgelmanufaktur, Georgsmarienhütte.

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